Bioladen in Wiesbaden

Wiesbaden, die Landeshauptstadt von Hessen, liegt am Südhang des Taunus und hat etwa 279.000 Einwohner. Zusammen mit der Nachbarstadt Mainz bildet Wiesbaden ein Doppelzentrum mit einem Einzugsgebiet von mehr als einer halben Million Menschen. Bekannt ist die Stadt für ihre Heilquellen und Thermalbäder, die bereits seit der Römerzeit genutzt werden. Wiesbaden gehört zu den reichsten Großstädten Deutschlands, was zu einem großen Teil auf den Tourismus als Wirtschaftsfaktor zurückzuführen ist.

Wiesbaden – eine „gesunde“ Stadt

Zahlreiche Reha-, Spezial- und Privatkliniken haben sich rund um das Kurgebiet angesiedelt. In diesen Häusern aus dem Gesundheitssektor wird naturgemäß besonderen Wert auf eine ausgewogene, gute Ernährung gelegt und die Nachfrage an Produkten in Bioqualität ist hier ausgesprochen hoch. Bioläden in Wiesbaden sind inzwischen im gesamten Stadtgebiet zu finden und werden aufgrund der hohen Kaufkraft der Bürger auch sehr gut angenommen. Sonnenberg ist einer der wohlhabenden Stadtteile. Viele Menschen hier stellen besondere Ansprüche an qualitativ hochwertige Lebensmittel und versorgen sich damit gern in Bioläden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Orten hat Wiesbadens Innenstadt kaum Industrie- oder Gewerbegebiete und ist ein sehr attraktiver Wohnbezirk mit schönen Geschäften, zu denen auch Bioläden gehören.

Bestimmte Bevölkerungsgruppen sind im Allgemeinen stärker an biologischen Produkten interessiert als andere. Studenten achten beispielsweise häufig auf nachhaltige Lebensmittel und kaufen gern in Bioläden. In Wiesbaden befinden sich verschiedene Hochschulen und eine European Business School. Auch eine gewisse Anzahl der 30.000 Studenten der Universität im benachbarten Mainz wohnt in Wiesbaden und gehört zu den Stammkunden von Bioläden.

Ungefähr 20 % der Einwohner besitzen einen nicht-deutschen Pass und noch mehr Wiesbadener haben ausländische Wurzeln. Hauptsächlich Türken, Polen, Griechen und Italiener haben ihre heimischen Essgewohnheiten mitgebracht und verlassen sich darauf, dass sie viele Zutaten und Gewürze für die Gerichte ihrer Heimatländer in den Bioläden erhalten.

Spezialitäten der Wiesbadener Küche

Beim Essen sind die Wiesbadener sehr bodenständig und bevorzugen häufig klassische deutsche Hausmannskost. Inzwischen legen viele von ihnen großen Wert darauf, dass ihr Schnitzel oder das Fleisch für ihr Gulasch von guter Qualität ist und von einem Biohof kommt. Gerade in den östlichen Vororten, die sehr landwirtschaftlich geprägt sind, findet man die Kombination von Bio- und Hofläden. In der Innenstadt von Wiesbaden eröffneten in den letzten Jahren größere Märkte mit gut sortierten Fleisch- und Käsetheken. Sämtliche Zutaten für die bekannteste hessische Spezialität, „Handkäs mit grüner Soße“, werden gerne in Bioläden gekauft, die besonders bei Bio-Kräutern eine große Auswahl anbieten. Ein typisches Mittagessen für die Wiesbadener ist die „Bunte Suppe“, die aus mehreren verschiedenen Gemüsen besteht. Fast jede Hausfrau hat hierfür ihr eigenes Rezept und verwendet andere Bestandteile, die gern in Bioläden gekauft werden.

Was bevorzugen die Wiesbadener – Bier oder Wein?

In Wiesbadens Umgebung befindet sich eines der größten Weinanbaugebiete Deutschlands – das Rheingau. Traditionell trinken die Einheimischen, im Gegensatz zu vielen anderen Deutschen, vorzugsweise Wein statt Bier zum Essen. Viele Bioläden der Stadt führen darum inzwischen eine gutsortierte Weinauswahl, die von den Kunden gern angenommen wird.

Wer sich gesund ernähren möchte, hat in Wiesbaden genug Möglichkeiten, in Bioläden einzukaufen.