Bioladen in Köln

Der Kölner Dom, der von allen Richtungen aus stehts zu erkennen ist, ist ein Magnet für den Tourismus im Westen Deutschlands. Neben diesem und der reichen Geschichte des Rheinlands, die bis in die Römerzeit zurückreicht, ist Köln für viele als Medienstadt bekannt. Mit diversen Fernseh- und Radioproduktionen, einer großen Universität sowie einer allgemein guten Lebensqualität zieht es viele junge Erwachsene an. Diese lassen sich hier nieder um von diesen Aspekten zu profitieren und hier zu studieren und zu arbeiten. Des Weiteren befindet sich im Umland Kölns das bergische Land. Hier sind viele Bauernhöfe ansässig die zum einen an Discounter ihre Ware verkaufen, zum anderen aber auch eine starke Basis für das Dasein von Bioläden und Naturkostläden in Köln sind.

Zusammentreffen der drei Kölner Sektoren

In und um Köln treffen die drei Sektoren der Volkswirtschaft voll und ganz aufeinander. Linksrheinisch, also vor allem in der Innenstadt sind es hauptsächlich die Dienstleistungen, die auch in Form von Bioläden geboten werden. Rechtsrheinisch waren die Industrie und der Automobilbau stets dominant. In Richtung des bergischen Landes und außerhalb Kölns ist es dann die Landwirtschaft, die hier überwiegt. Köln hat vor allem in der Industrie eine reiche Geschichte und Tradition die von den anderen Sektoren nicht weniger als rivalisiert wird. So kam es, dass mit der Zeit die Industrie in die Randbezirke in und um Köln getrieben wurde und nun die Dienstleistungen mit 52% (Stand 2008) den größten Anteil an der Wirtschaftsstruktur Kölns haben. Daher liegt es nahe, dass auch die Bioläden hier drunter vertreten sind. Und diese sind nicht wenig an der Zahl. Eine kurze Suche im Internet ergibt, dass die Bioläden in Köln schon zu viel zum Zählen sind, denn die Einwohner Kölns legen immer mehr Wert auf ihre Ernährung.

Zu Hause speisen, selbstgemacht und in Bio-Qualität in Köln

Bekannt für seine Brauereien ist Köln schon immer. Das „Kölsch“ ist ein stetiger Begleiter bei Besuchen in Restaurants, Brauhäusern und Bars in der ganzen Stadt. Doch zu einem Kölsch gehört wenigstens in Restaurants und Brauhäusern auch ein deftiges Gericht. Nun wurde zuvor der hohe Zufluss an jungen Erwachsenen erwähnt. 2015 studierten in ganz Köln nämlich 97.364 Studentinnen und Studenten und diese sind bekanntlich nicht gerade reich. Was ist also zu tun, wenn man nicht ständig auswärts essen kann? Man kann zwar in Discountern günstig shoppen aber da bleibt das gute Essen auf der Strecke. Die bereits erwähnten, unzähligen Bioläden kommen hier ins Spiel. Inspiriert von seinen kulinarisch endlosen Möglichkeiten können sich die Studenten hier mit Lebensmitteln in bester Bio-Qualität direkt aus dem Kölner Umland eindecken. Das reicht von Milch, Eiern und Fleisch bis hin zur vegetarischen/veganen Ernährungsweise, die in Köln auch immer mehr an Beliebtheit gewinnt.

Auf beiden Seiten ein Erfolg: Bioläden in Köln

Man merkt vielleicht bereits, dass Studenten bei dem Erfolg der Bioläden in Köln eine große Rolle spielen. Selbstverständlich sind diese nicht die einzigen, die auf ihre Ernährung achten. Das Bewusstsein um Ernährung hat sich in den letzten Jahren allgemein verlagert. Bio ist „in“ und das zeigt sich. Beispielhaft sind hierbei die Stadtteile Ehrenfeld auf der linken Rheinseite und die aneinandergrenzenden Stadtteile Kalk und Deutz auf der rechten. Besonders im Fall Ehrenfelds ist oft von Gentrifizierung die Rede. Wohlhabendere Anwohner kaufen hier teurer ein und bezahlen gerne für bessere Qualität. Auch in Deutz, vor allem aber in Kalk verändert sich die Zusammensetzung der Bevölkerung und es wird viel neu gebaut. Wo früher die Arbeiterklasse gelebt hat wohnen nun immer mehr Studenten.
Man merkt also, dass die Bioläden vielen Faktoren entspringen, die von der Dominanz des Dienstleistungssektors bis zur sich veränderten Demographie großer Stadtteile reicht. Ein Faktor ist aber auch, dass die Kölner ihr Essen einfach lieben und ihre Lebensqualität wertschätzen.