Brokkoli: (fast) alles was man über Brokkoli wissen muss

0

Wir haben hier einen Brokkoli-Ratgeber zusammengestellt, der die wichtigsten Fragen rund um das tolle Gemüse beantworten wird. Damit nicht der Überblick verloren geht, gibt es hier ein kleines Inhaltsverzeichnis:

Wo kommt Brokkoli her?

Der wie alle Kohlsorten vom Wildkohl abstammende Brokkoli ist in der Deutschen Küche erst seit den 70er Jahren vertreten. Die grüne Kohlvariante war in Europa zunächst nur in Italien bekannt und wurde dort wie heute vor allem in der Gegend um Verona angebaut. Im 16. Jahrhundert gelangte er über Italien nach Frankreich und England, wo sich der Anbau ebenfalls durchsetzte. In Deutschland konnte sich Brokkoli zunächst nicht halten, und es wurde vermehrt auf Blatt- und Blumenkohl gesetzt. Erst in den 70er Jahren verbreitete sich der Brokkoli dann endgültig auch in Deutschland und gehört seitdem auch hierzulande zu den beliebtesten Gemüsesorten. Heutzutage wird er in Europa hauptsächlich in Spanien, Frankreich, Italien und England angebaut. Auch in Deutschland wird Brokkoli angebaut, allerdings in kleineren Mengen.

Warum ist Brokkoli gesund und welche Vitamine und Mineralstoffe enthält er?

Brokkoli schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch noch gesund. Die Kohlvariante erlangt ihre Farbe durch den hohen Anteil an Chlorophyll, welches unter anderem für die Blutproduktion wichtig ist und Eisenmangel vorbeugen kann. Natürlich sind im Brokkoli auch etliche Mineralstoffe und Vitamine vorhanden. In ihm stecken große Mengen an Calcium, Magnesium, Kalium, Eisen, Zink und Natrium. Weiterhin steckt im Brokkoli außergewöhnlich viel Vitamin C. Von allen Kohlgewächsen hat er hier den höchsten Anteil. Von den Vitaminen B1, B2, B6 und E sind ebenfalls große Mengen enthalten. Brokkoli ist in der Lage, einen großen Anteil des Tagesbedarf des Menschen an Vitalstoffen zu leisten.

Darum lohnt sich Bio-Brokkoli

Es lohnt sich ungemein darauf zu achten, Bio-Brokkoli zu verwenden. Wissenschaftlichen Tests zufolge enthalten Produkte aus Bio-Anbau kaum oder keinerlei nachweisbare Spuren von Pestiziden, Insektenschutzmitteln, Fungiziden und anderen Chemikalien. Ganz im Gegensatz zum konventionellen Anbau, welcher häufig hohe Belastungen an Chemikalien, Pflanzenschutzmitteln und Pestiziden aufweist. Diese Chemikalien können nicht nur im menschlichen Körper massiven Schaden anrichten. Auch die Umwelt wird belastet. Das Massensterben der Bienen zum Beispiel hängt grundlegend mit dem Einsatz von Insektiziden und anderen Giften, welche auf unseren Feldern zum Einsatz kommen, zusammen. Außerdem enthalten Bio-Lebensmittel in der Regel einen deutlich höheren Anteil an Vitaminen. Ihnen kommt neben dem Weglassen von Pestiziden und anderen Chemiekeulen ein deutlich schonenderer Anbau zugute. Bio ist frei von Genmanipulationen. Auch wird den Früchten mehr Zeit zum Reifen gegeben. Bio-Brokkoli kann guten Gewissens als die gesündere Variante bezeichnet werden.

Wann gibt es Brokkoli in Deutschland?

Empfehlenswert ist es allemal, Deutschen Brokkoli zur Brokkolisaison zu kaufen. Saisonale Produkte haben deutlich kürzere Transportwege als Brokkoli aus anderen Teilen Europas oder gar aus Übersee. Dadurch, dass die Transportwege so viel kürzer sind, kann der Brokkoli schneller an den Endverbraucher verkauft werden. Dadurch wird der Brokkoli erst zur perfekten Reife geerntet. Auch behält er durch kürzere Lagerung und geringere Luftdruck- und Temperaturschwankungen deutlich mehr Vitamine, als Brokkoli, der bereits einige Wochen im Kühlhaus gelagert und um die halbe Welt transportiert wurde. Dies gilt insbesondere für frischen Brokkoli, welcher der länger haltbaren Tiefkühlware im Geschmack deutlich überlegen ist. Frischen Brokkoli gibt es in Deutschland in den Monaten Juni, Juli, August, September und Oktober. Zu dieser Zeit wird fleißig geerntet. Und deutscher Brokkoli ist häufig nicht nur im Supermarkt anzutreffen, sondern auch beim Bauern nebenan. Eine Alternative stellt dar, den Brokkoli einzufrieren. Wird die Kühlkette nicht unterbrochen, behält schockgefrosteter Brokkoli die meisten seiner Vitamine und ist somit ganzjährig zu genießen.

Wie lange ist Brokkoli haltbar?

Während Tiefkühlbrokkoli bei ununterbrochener Kühlkette über ein Jahr lang haltbar bleibt, sollte frischer Brokkoli so schnell wie möglich verzehrt werden. In der Regel ist frischer Brokkoli im Kühlschrank maximal zwei Tage lang haltbar. Wird er länger gelagert, kann es sein, dass er beginnt, nachträglich aufzublühen. Dies ist zwar weder giftig noch gefährlich, jedoch verliert aufgeblühter Brokkoli sein gutes Aroma, sieht unappetitlich aus und beginnt schal zu schmecken.

Woran erkennt man frischen Brokkoli?

Knackig frischer Brokkoli

Knackig frischer Brokkoli

Frischer Brokkoli ist knackig-grün, maximal nimmt seine grüne Farbe einen leicht bläulichen Ton an. Bereits aufgeblühten und somit in seinem Aroma deutlich geminderten Brokkoli erkennt man daran, dass seine grünen Knospen bereits gelbe oder gar braune Verfärbungen angenommen haben. Auch sehen diese deutlich ausgefranster aus als die frische, noch ungeöffnete Knospe. Brokkoli sollte von oben bis unten fest sein und keinesfalls eine labberige Konsistenz aufweisen. Dies deutet auf falsche Lagerung, Wassermangel oder alte Ware hin. Auch ein sehr starker Kohlgeruch, welcher von manchen Menschen mit dem strengen Geruch fauler Eier verwechselt werden kann, deutet auf einen zu lange gelagerten Brokkoli hin. Frischer Brokkoli riecht nur sehr leicht nach Kohl und verbreitet keinesfalls einen strengen Eigengeruch. Es ist ein wenig wie beim Fisch. Je mehr und je strenger er riecht, desto älter ist er oder desto höher die Wahrscheinlichkeit eines Lagerungsfehlers.

Wie erkennt man qualitativ hochwertigen Brokkoli?

Auch qualitativ hochwertige Ware kann durch falsche Lagerung eingehen. Hier muss unterschieden werden. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist das Bio-Siegel. Dieses steht dafür, dass der Brokkoli von einem chemiefreien Feld kommt und mit Bedacht geerntet und verarbeitet wurde. Ein gutes Produkt enthält weder Pestizide noch Fungizide, noch Insekten- oder Pflanzenschutzmittel. Diese würden den Brokkoli, der im eigentlichen Sinne eine Vielzahl von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen beinhaltet, zum minderwertigen, ungesunden und im schlimmsten Fall schädlichen Produkt herabstufen. Doch auch ein ideal angebautes Bio-Produkt kann durch falsche Lagerung an Wertigkeit verlieren. Ein guter Brokkoli brilliert sowohl mit Inneren als auch mit Äußeren Werten. Er ist nicht nur frei von Chemikalien, sondern geht auch frisch, herrlich grün, nicht aufgeblüht und knackig an den Endkunden.

Wie bereitet man Brokkoli gesund zu?

Brokkoli sanft kochen

Brokkoli sanft kochen

In Brokkoli stecken unzählige wertvolle Vitalstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und Enzyme. Wird Brokkoli jedoch zu stark erhitzt, können viele dieser Vitalstoffe verloren gehen. Es ist demnach zu empfehlen, den Brokkoli so schonend wie möglich zuzubereiten, damit alle wichtigen Stoffe erhalten bleiben.

Sulphorafan ist einer der wichtigen sekundären Pflanzenstoffe im Brokkoli. Dieser wird besonders stark von einem Vorenzym der Pflanze gebildet, wenn der Brokkoli vor dem Verzehr zerkleinert wird. Starkes Erhitzen zerstört dieses Vorenzym jedoch wieder. Mit einem kleinen Trick und etwas Geduld kann der Brokkoli jedoch zum Superfood, mit einem großen Anteil des vom Vorenzym umgewandelten Vitalstoffes Sulphophran, werden. Nachdem er schonend gewaschen wurde, wird der Brokkoli zerkleinert. Vor dem eigentlichen Zubereiten sollte der zerkleinerte Brokkoli etwa 40 Minuten liegen bleiben. In dieser Zeit werden große Mengen Sulphophran gebildet. Sulphophran hat gegenüber dem Vorentzym den Vorteil, dass es hitzebeständig ist und somit auch das Kochen überlebt. Der Brokkoli sollte im weiteren Verlauf mit nur wenig Wasser gedünstet und nicht totgekocht werden. Am besten schmeckt er, wenn er noch knackig ist. Je nachdem, wie bissfest der Brokkoli sein soll, ist die maximale Kochzeit mit 10 Minuten angegeben und sollte nicht überschritten werden. Auch ist es ratsam, das Kochwasser des Brokkoli in einer Soße zu vermengen und somit die Vielzahl der in diesem Wasser enthaltenen Vitalstoffe mit zu verarbeiten.

Tiefkühlbrokkoli oder frischer Brokkoli?

Geschmacklich hat frischer Brokkoli die Nase vorne. TK-Brokkoli ist nach dem Auftauen und auch nach dem Kochen von recht matschiger Konsistenz. Vitamine sind jedoch in beiden Varianten enthalten. Der Tiefkühlbrokkoli ist der frischen Variante vitamintechnisch häufig sogar überlegen. Dabei kommt es entscheidet darauf an, wie und wie lange der frische Brokkoli bereits gelagert wurde. Man geht davon aus, dass frisches Obst und Gemüse nach der Ernte bei einer Lagerung bei Zimmertemperatur täglich etwa 20 Prozent ihres Vitamin C Gehalts verlieren. Tiefkühlkost wird in der Regel gleich nach der Ernte schockgefrostet. Durch diese Variante bleiben alle Vitalstoffe erhalten. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Produkte sehr lange haltbar sind, solange die Kühlkette nicht unterbrochen wird. Wer nicht vorhat, den Brokkoli innerhalb von 2 Tagen zu verzehren, sollte zur Tierfkühlvariante greifen.

Typische Rezepte mit Brokkoli

Brokkoli passt zu fast allen Gerichten. Aufgrund seines dezenten Eigengeschmacks passt es sich jeder herzhaften Geschmacksrichtung an. Typischerweise ist Brokkoli eine wunderbare Gemüsebeilage zu Reisegerichten, Nudelgerichten, Kartoffelaufläufen oder Fleischpfannen. Sogar als Pizzabelag macht er sich hervorragend, und kalt im Salat, verleiht er diesem eine ganz besondere Note. Auch im Eintopf macht sich Brokkoli gut. Tiefkühlware ist hier besonders geeignet, da diese nach dem Kochen bereits eine sehr weiche Konsistenz besitzt und somit toll zu Suppen passt.

Tipps und Tricks rund um Brokkoli

Brokkoli haltbar machen

  1. Leider ist frischer Brokkoli nur bis zu zwei Tage haltbar, bevor er beginnt, unappetitlich auszusehen und fade zu schmecken. Doch es gibt einige Tipps und Tricks, wie er länger haltbar gemacht werden kann. Tipp Nummer 1 ist besonders einfach. Den Strunk des ganzen Brokkoli einfach wie einen frischen Blumenstrauß ins Wasser und damit in den Kühlschrank stellen. Ein kleines Gefäß sollte mit etwa 1,5 cm Wasser gefüllt werden. Auf diese Weise nimmt der Brokkoli das Wasser auf und bleibt somit bis zu 7 Tage lang frisch. Das Wasser sollte täglich gewechselt werden.
  2. 2. Eine zweite Variante, den Brokkoli frisch zu halten ist, ihn in feuchte Tücher zu wickeln. Auf diese Weise werden die Frischhaltefunktionen des Supermarktes imitiert. Der Brokkoli sollte mit einer sauberen Pflanzendusche eingesprüht und dann locker in trockenes Küchenpapier gewickelt werden. Im Kühlschrank hält er sich auf diese Weise bis zu 3 Tage frisch.
  3. Die beste Methode, den frischen Brokkoli haltbar zu machen, ist das Blanchieren und Einfrieren. Gefrorener Brokkoli hält sich über ein Jahr lang frisch. Dazu wird der Brokkoli zuerst gewaschen und im Anschluss in kleine Stücke geschnitten. Dann sollte er in einem großen Topf mit kochendem Wasser drei Minuten lang blanchieren bzw. kochen. Sinn und Zweck des Blanchierens vor dem Einfrieren ist, den gefrorenen Brokkoli noch länger haltbar zu machen, damit Bakterien abgetötet werden und der Brokkoli geschmacklich wie frischer Brokkoli schmeckt. Sind die Brokkoliröschen gekocht worden, sollten sie im Anschluss drei Minuten lang in einem zweiten Topf mit Eiswasser baden. Dies ist nötig, damit der Brokkoli sofort abgekühlt wird und nicht weiter durchgart und somit weich und unappetitlich wird. Im Anschluss sollte der Brokkoli eiskalt sein und zwei Minuten durch ein Sieb abtropfen. Überschüssige Feuchtigkeit wird mit einem Papiertuch abgetupft. Die fertigen Brokkolistücke sollten nun in einen luftdichten Plastikbeutel verpackt werden. Überschüssige Luft sollte möglichst herausgedrückt werden. Das Eisfach sollte die Kühlkette nicht unterbrechen, wie es etwa bei No Frost Eisschränken der Fall ist. Sobald der Brokkoli tiefgefroren ist, ist er über ein Jahr lang haltbar.

Kann man Brokkoli roh essen?

Brokkoli ist auch roh zum Verzehr geeignet. Gerade die vielen Mineralien und Vitamine werden durch das Kochen zum Teil zerstört und sind roh in noch größeren Mengen vorhanden. Die Vitamine C und B5 sind beispielsweise besonders hitzeempfindlich und zerfallen beim Erhitzen. Anders als bei Kartoffeln oder grünen Bohnen, ist im Brokkoli kein Gift enthalten, das erst durch das Erhitzen unschädlich gemacht werden muss. Allerdings sollten Menschen mit einer empfindlichen Verdauung wie bei allen Kohlgemüsen aufpassen, da es im rohen Zustand zu Blähungen oder Bauchschmerzen kommen kann. In kleine Röschen zerteilt und sorgfältig gewaschen, ist der Rohverzehr noch bekömmlicher. Durch das Blanchieren lässt sich die Verträglichkeit weiter steigern und man muss, anders als beim herkömmlichen Kochen, auch nicht um die Vitamine fürchten.

Alternativen zu Brokkoli

Natürlich gibt es auch viele Alternativen zu Brokkoli. In der Familie des Kohls gibt es viele gutschmeckende Verwandte, die in jedem Supermarkt erhältlich sind. Blumenkohl ist seit jeher in Deutschland ein beliebtes Gemüse. Er eignet sich ausgezeichnet als Beilage, Suppeneinlage oder auch als Rohkost. Weitere gutschmeckende Familienmitglieder sind unter anderem der Grünkohl, Wirsing und Weißkohl. Auch die aus dem asiatischem Raum stammenden Kohlsorten wie Chinakohl oder Pak Choi sind in der Küche große Geschmacksbringer. Egal ob roh oder als fermentierter Kimchi, der Kohl ist auch aus der asiatischen Küche nicht wegzudenken. Als gesunde Alternative zu Kohl gilt neben Wurzelgemüsen wie Karotten, Pastinaken, Radieschen, Rote Bete auch Spinat, Chicorée oder Mangold.

Blumenkohl, Wirsing und Weißkohl. Auch die aus dem asiatischem Raum stammenden Kohlsorten wie Chinakohl oder Pak Choi sind in der Küche große Geschmacksbringer. Egal, ob roh oder als fermentierter Kimchi, der Kohl ist auch aus der asiatischen Küche nicht wegzudenken. Als gesunde Alternativen zu Kohl gelten neben Wurzelgemüse wie Karotten, Pastinaken, Radieschen, Rote Bete auch Spinat, Chicorée oder Mangold.

Comments are closed.