Kauf von ätherischen Bio-Ölen

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Für schöne Stimmung in der Winterzeit sorgen herrliche Duft-Öle, wobei ätherische Öle von Zitrusfrüchten oder auch Zimt und Weihrauch jetzt in der Vorweihnachtszeit ganz besonders beliebt sind. Bei angenehmem Duft kann man es sich drinnen so richtig schön gemütlich machen, während es draußen mit jedem Tag kälter wird. Und auch bei Erkältungen und anderen gesundheitlichen Beschwerden können ätherische Öle eine tolle Unterstützung darstellen, sei es in einem heißen Bad, bei einem Dampfbad, in der Duftlampe oder mit einem anderen Öl zur äußerlichen Anwendung vermischt.

Doch was ist beim Kauf ätherischer Öle zu beachten? Müssen es immer Bio-Öle sein, sind ätherische Öle in Bioqualität wirklich herkömmlichen Ölen überlegen?

Bio in der Flasche? Die wichtigsten Punkte zur Wahl eines ätherischen Bio Öls

  • Achte auf die Deklaration auf der Flasche: Duftöl oder 100% ätherisches Öl?
  • Gibt es ein bewährtes Bio-Siegel oder steht einfach nur „natürlich“ oder Ähnliches da?
  • Wurde das ätherische Öl kaltgepresst oder durch Wasserdampf-Destillation gewonnen (mehr dazu unten)?
  • Speziell bei kaltgepressten Zitrusölen solltest Du auf Bio-Qualität setzen
  • Gibt es Infos zum Bio-Anbau der Pflanzen und Qualitäts-Standards bei der Verarbeitung?
  • Ein wirklich gutes ätherisches Bio-Öl sollte dadurch gekennzeichnet sein, dass Zusätze, Verdünnungen und Mischungen mit nicht-ätherischen Ölen ausgeschlossen sind
  • Ein bewährtes Siegel garantiert Bio-Standards auch bei der Pflege der Pflanzen und dass diese nicht genetisch modifiziert wurden
  • Ätherische Öle gelangen über die Atemwege und die Haut in Deinen Blutkreislauf und so überall in Deinen Körper. Sie sind hoch konzentriert und wirksam, deshalb sollten sie keine Giftstoffe mit in Deinen Körper transportieren. Aus diesem Grund sollten sie aus gesunden Bio-Pflanzen stammen
  • Wenn Du eine Duftmischung für die Duftlampe kaufst, achte darauf, dass ALLE Komponenten reine ätherische Öle sind

Sind ätherische Öle nicht immer Bio?

Du möchtest Dir mit ätherischen Ölen schöne Stunden machen, sei es für eine entspannende Massage, in der Duftlampe oder als Unterstützung, wenn es Dir mal nicht so gut geht. Wenn es um Lebensmittel geht, ist es klar, dass Bio-Gemüse und Bio-Obst gesünder sind. Doch ist Bioqualität bei ätherischen Ölen ebenfalls wichtig? Worauf solltest Du beim Kauf ätherischer Öle achten?

Ätherische Öle sind hoch konzentriert und kommen im Körper auch alleine über die Atemwege und die Haut überall hin, dies liegt eben an den feinsten Stoffen, welche den intensiven Duft ätherischer Öle bilden. Diese hoch wirksamen Komponenten stammen aus Pflanzen und werden aus diesen ganz intensiv konzentriert gewonnen. Deshalb reichen wenige Tropfen eines ätherischen Öls für sämtliche Anwendungen aus, egal, ob für eine Massage, ein schönes Bad oder in der Duftlampe.

So, wie Gemüse und Obst mit Pestiziden behandelt werden, werden natürlich auch die Pflanzen, aus denen ätherische Öle gewonnen werden, häufig mit Pestiziden besprüht. Ob diese allerdings ins ätherische Öl gelangen, hängt auch von der Produktionsmethode ab.

Zunächst einmal sollte Dir klar sein, dass ein wirklich gutes ätherisches Öl zu 100 % naturreines ätherisches Öl auch sein sollte, also nicht in irgendeiner Form verdünnt, mit Zusätzen versehen oder mit einem anderen Öl vermischt (es sei denn, Du kaufst es als Massageöl-Produkt).

Bio oder nicht? Es kommt auf die Herstellungsweise für ätherische Öle an

Auf der einen Seite sind Pestizide gar kein soooo großes Thema für ätherische Öle, wie man zunächst annehmen könnte. Je nach Herstellungsprozess können nämlich mehr oder weniger Rückstände von Pestiziden vorhanden sein.

Die Produktionsweise wiederum hängt nicht zuletzt von der Pflanze ab, die zur Gewinnung des jeweiligen Öls verwendet wird. Generell gehen Viele davon aus, dass die Bioqualität bei ätherischen Ölen keine so große Rolle spielt, aber es ist schwierig, exakte Referenzwerte und Studien hierzu zu finden, da die Ausgangsstoffe (Pflanzenteile) und der Gewinnungsprozess so unterschiedlich sind.

Viele Pflanzen und speziell auch Kräuter, die für klassische ätherische Öle verwendet werden, wie Rosmarin, Thymian, Lavendel oder Nelken, sind eben aufgrund ihres sehr hohen Gehalts an ätherischen Ölen selbst sehr starke Schädlings-Abwehrer. Sie brauchen daher weniger häufig Unterstützung in Form von Pestiziden & Co.

Doch gibt es eben auch andere ätherische Öle und darüber hinaus kommt es auf den Standort der Pflanzen an, denn auch von benachbarten Feldern können Pestizide herübergeweht werden.

Bei der Destillation ätherischer Öle (Gewinnung des ätherischen Öls aus Wasserdampf) können sich  Pestizide kaum in den Partikeln des ätherischen Öls selbst ablagern. Denn die ätherischen Bestandteile selbst sind feiner, als viele Bestandteile von Pestiziden. Sie vertragen sich zudem schlecht weder mit Wasserdampf noch mit hohen Temperaturen.

Leider gibt es jedoch auch hier eine kleine Falle: es kommt nämlich auch darauf an, welches Pestizid genutzt wurde. Tatsächlich gibt es welche, die wasserlöslich sind und andere, die öl-löslich sind. Pestizide, die in Öl löslich sind, können sich daher während des Herstellungsprozesses mittels Wasserdampf-Destillation mit dem ätherischen Öl vermischen. Wasserlösliche Bestandteile hingegen können häufig vom Endprodukt getrennt werden.

Kalt gepresstes ätherisches Öl und Pestizide

Gerade Zitrusöle wie Orange, Zitrone, Grapefruit oder Bergamotte sind anfälliger für Pestizid-Rückstände. Diese ätherischen Öle sind selbst keine Schädlingsabwehrer, und die Ausgangspflanzen werden daher häufiger mit Pestiziden behandelt. Zudem werden sie kalt gepresst, also quasi aus der Pflanze herausgepresst, und nicht durch Hitze destilliert. Pestizide beispielsweise von der Schale von Zitrusfrüchten können so mit ins ätherische Öl gelangen. Studien belegen dies: grob gesagt, sind bei kaltgepressten ätherischen Ölen nur ein Drittel bei Nicht-Bioölen pestizidfrei, bei Ölen aus Wasserdampfdestillation grob gesagt zwei Drittel.

Worauf beim Kauf von ätherischen Bio-Ölen achten

Es ist also durchaus anzuraten, gerade bei Zitrus-Düften und anderen kaltgepressten Ölen unter den ätherischen Ölen auf Bioqualität zu achten. Auch bei den destillierten Ölen kann es die bessere und sicherere Wahl sein, auf Bioöle zu setzen. Denn es besteht doch immer die Möglichkeit, dass Reste von Pestiziden ins ätherische Öl gelangt sind. Wenn Du Bioprodukte wählst, bist Du immer auf der sicheren Seite und kannst den Duft Deines ätherischen Öls voll und ganz genießen und tief einatmen, ohne Dir Sorgen um Deine Gesundheit machen zu müssen.

Spielt Bioqualität eine Rolle bei der Verwendung von ätherischen Ölen?

Abgesehen von den Kenntnissen des exakten Herstellungsprozesses und Zertifizierungen – Bio-Produkte weisen erfahrungsgemäß häufig eine bessere Qualität auf, da es auch auf den Wachstumsprozess der Pflanzen selbst ankommt:

  • Qualität der Samen / Stecklinge
  • Verwendete Erde und Dünger / Nährstoffe
  • Methoden zur Schädlingsabwehr
  • Erntezeitpunkt und Lagerung
  • Sorgfalt bei der Verarbeitung
  • Herstellungsweise des Produkts & Verpackung

Starke Öle kommen von starken Pflanzen, diese gedeihen bei sorgfältiger Pflege und nicht, wenn sie durch zu viele Düngemittel zu schnell in die Höhe schießen und vor der eigentlichen Reife geerntet werden. Wirklich gute Hersteller von Bioölen achten darauf, gesunde, starke Pflanzen zu ziehen und diese zum idealen Zeitpunkt zu ernten und dann sehr schnell in der richtigen und schonendsten Weise weiter zu verarbeiten.

Bei billigen Duftölen ist dies nicht möglich und da sie häufig als extern verwendete Kosmetikstoffe gelten, können Zusatzstoffe eben enthalten sein, die für die Gesundheit nicht besonders zuträglich sind.

Bewährte Bio-Hersteller wie beispielsweise Sonnentor oder Primavera achten nämlich auch auf die Herkunft der Pflanzen selbst und auf den Erntezeitpunkt. Das alles fängt schon bei der Erde an und hört beim Produkt auf.

Die Kosten für Bio-Öle mögen höher sein, was aber eben auch an der Sorgfalt beim Anbau der Pflanzen und beim Herstellungsprozess liegt. Es gibt zudem Bioöle, die günstiger sind, weil diese kein Siegel verwenden, dennoch aber nach Biostandards hergestellt wurden – eine Zertifizierung zu erhalten, ist immer auch mit hohen Kosten verbunden, weshalb gerade manche kleinere Hersteller häufig darauf verzichten und man ihrem guten Wort glauben muss.

Warum will man 100 % reine ätherische Öle nutzen?

Ätherische Öle riechen nicht nur gut als Zusatz in kosmetischen Produkten, sie werden auch in Duftlampen verwendet, bei Wasserbädern und als Gesundheitsprodukt.

Ätherisches Öl ist ein Inhaltsstoff in vielen Pflanzen, diese Stoffe sind flüchtig und extrem empfindlich. Gleichzeitig sind sie in vielen Heilpflanzen die eigentliche wirksame Komponente, ätherische Öle sind immens stark. Sie wirken wie gesagt, selbst z. B. als Pestizid / zur Abwehr von Schädlingen, viele wirken gegen Pilze, Parasiten, Viren, Keime, etc.

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