Über 3.600 Bioläden, Hofläden & Bio-Supermärkte

Bioläden, Hofläden und Bio-Supermarkt: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Bioläden werden in Deutschland in Bio-Supermärkte und Hofläden (bzw. Naturkostläden) unterschieden. In Bio-Supermärkten sind ausschließlich Produkte biologischen Ursprungs zu finden und Sie bieten von tierischen Produkten zu Obst und Gemüse, Trockenprodukten bis hin zu Kosmetika ein breites Warensortiment. Naturkostläden sind hingegen weitaus kleiner und bieten ein begrenztes Angebot an. Dafür finden Sie in Hofläden häufig auch Produkte, die nicht nur bio, sondern auch regional sind und die nur in diesem einen Laden vertrieben werden. Hier geht es direkt zu unserem großen Verzeichnis mit über 3.600 Einträgen zu Bioläden in Deutschland.

Neben Bioläden, deren komplettes Sortiment den Richtlinien ökologischen Anbaus entspricht, wird auch eine Vielzahl an Bio-Produkten in herkömmlichen Supermärkten, Discountern und Drogerien vermarktet. Dort finden Sie jedoch nur selten Lebensmittel privater Verbände wie demeter oder Naturland. Aldi verfügt ganzjährlich über ca. 150 Produkte in Bio-Qualität; hinzu kommen saisonal wechselnde Produkte.

Bioprodukte in normalen Supermärkten

Kunden kaufen in Deutschland Bioprodukte nicht in reinen Bioläden, sondern vornehmlich in Geschäften, die zum größten Teil Produkte aus konventionellem Anbau oder Produktion vermarkten. 2017 wurden somit fast 60 % der verkauften Bio-Produkte in herkömmlichen Supermärkten, Drogerien und Discountern verkauft. Dies liegt womöglich daran, dass nur wenige Konsumenten ausschließlich auf Bio-Produkte setzen und der Großteil hingegen in normalen Geschäften einkauft und lediglich bestimmte Lebensmittel durch Bio-Produkte ersetzt. Gerade Discounter weisen einen hohen Warenumschlag und viele Besucher auf, was bedeutet, dass sie eine größere Menge an Bio-Produkten im Vergleich zum Bio-Fachhandel verkaufen können. Dies wiederum lässt den Einkaufspreis sinken, was im Endeffekt für vergleichsweise niedrige Verkaufspreise der Bio-Produkte sorgt. Genau aus diesem Grund werben Discounter für Bio-Produkte zum Discounter-Preis. Für Kunden ist ein bekanntes Biosiegel das wichtigste Qualitätsmerkmal; wohingegen den meisten Konsumenten unklar ist, welche Kriterien private Verbände wie demeter anwenden. Deshalb werden diese preisintensiven Produkte auch weniger verkauft.

Bio-Supermärkte

Ein Laden mit biologischen Produkten wird als Bio-Supermarkt bezeichnet, wenn die Verkaufsfläche mehrere hundert Quadratmeter beträgt. Der prominenteste Vertreter ist denn’s Biomarkt, welcher mittlerweile über 250 Filialen in Deutschland und Österreich aufweist. Im Hinblick dessen, dass die erste Filiale von denn’s 2003 eröffnet hat, lässt sich der Erfolg der Kette ermessen. Weitere bekannte Bio-Supermärkte sind Alnatura, BioCompany oder Basic. Neben deutschlandweit vertretenen Ketten gibt es noch Supermärkte, welche nur in einer bestimmten Region vorkommen und mehr auf die Regionalität der Produkte setzen.

Biosupermärkte bieten einen Großteil eigener Produkte an, welche von einem Großhändler geliefert und unter einer Eigenmarkte vertrieben werden. Meistens werden zudem noch Produkte externer Hersteller verkauft, welche privaten Veränden wie demeter oder Naturland angehören. Obwohl die Bio-Supermärkte über ein sehr vielfältiges Angebot verfügen, ist die Produktwahl jedoch deutlich beschränkter als im herkömmlichen Supermarkt. Während Alnatura ständig etwa 6000 Produkte im Sortiment hat, sind es bei Rewe etwa 50.000. Hieran lässt sich abermals erkennen, dass Konsumenten in herkömmlichen Supermärkten eine größere Vielfalt an Produkten geboten wird. Dies hat zur Folge, dass wie bereits erwähnt Bio-Produkte häufig lediglich ergänzend zum herkömmlichen Einkauf erworben werden.

Hofläden

Als Hofladen werden meistens Geschäfte verstanden, die hauptsächlich Produkte aus eigenem Anbau, eigener Herstellung oder eigener Schlachtung verkaufen. Bauernhöfe oder andere landwirtschaftliche Betriebe, die ihre Produkte nicht nur an Lieferanten sondern (auch) in einem eigens betriebenen Laden vermarkten, können somit als Hofläden bezeichnet werden.

Allerdings ist der Begriff Hofladen nicht eindeutig definiert und ebenso wenig geschützt. Aus diesem Grund gibt es auch sogenannte Hofläden, welche teilweise oder ausschließlich angekaufte Produkte vermarkten. Möchten Sie sicher sein, dass es sich um Produkte aus eigener Herstellung handelt, sollten Sie beim Ladenpersonal nachfragen oder auf das Etikett achten.

Das biodukte.de Bioladen-Verzeichnis mit mehr als 3.600 Einträgen

      Fakten zum Biomarkt

      Es spricht vieles dafür, dass der Kauf von biologischen Lebensmitteln und Produkten weit mehr als ein Trend ist: 2017 betrug der Umsatz an ökologisch angebauten und hergestellten Lebensmitteln in Deutschland erstmals mehr als 10 Milliarden Euro. Dies bedeutet, dass 2017 jeder Deutsche im Durchschnitt etwa 120 € für Bio-Lebensmittel ausgegeben hat. Dazu kommen noch weitere Ausgaben für Bio-Kosmetika, Waschmittel und weitere Non-Food-Produkte. Europaweit geben Konsumenten am meisten in Schweden und Frankreich für Bio-Produkte aus.
      Doch warum ist Bio so beliebt, wie können Sie Bioprodukte erkennen und wo können Sie welche Bioprodukte kaufen? Im Folgenden werden wir auf einige interessante Fakten zum Thema Bio eingehen und Ihnen die Unterschiede auf die unterschiedlichen Bezugsquellen für Bioprodukte wie Hofläden und Bio-Supermärkte eingehen. Sie möchten einen Bioladen in Ihrer Nähe finden? Nutzen Sie dafür einfach unsere Übersichtsseiten geordnet nach Städten.
      Eines steht fest: Konsumenten greifen immer häufiger zu Bio-Produkten. Das hat auch Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Mittlerweile ist jeder zehnte Landwirtschaftsbetrieb vollständig auf den biologischen Anbau umgestellt. Betriebe erkennen die steigende Nachfrage an Bio-Produkten, welche sich anhand von Verkaufszahlen belegen lassen. 2017 wurden etwa 10 % mehr Bioprodukte verkauft als im Vorjahr. Besonders starkes Umsatzwachstum kann in den Bereichen Molkereiprodukte, Eier und Fleisch verzeichnet werden.
      Somit wird der Biomarkt zum lohnenden Geschäft für Landwirtschaftler. Zudem sorgen attraktive Förderungsmittel und relativ stabile Preise dafür, dass immer mehr Landwirtschaftsbetriebe vollständig auf Bio umstellen. 30.000 ökologische Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland erfüllen die EU-Mindeststandarts für biologische Lebensmittel und Produkte (siehe unten). Die Hälfte davon gehört zusätzlich einem privaten Verband wie Naturland, Bioland, Biokreis, demeter etc. an, welche deutlich strengere Richtlinien vorgeben. Unsere umfangreiche Biosiegel-Liste findet man hier Biosiegeln!

      Bioprodukte kaufen

      Wenn Sie Produkte aus ökologischem Landbau kaufen möchten, so ist es wichtig, sich nicht von falschen Versprechungen verleiten zu lassen. Der Begriff „Bio“ ist geschützt und versichert dem Kunden die Einhaltung besonderer Richtlinien (siehe oben). Da der ökologische Landbau jedoch zeit- und kostenintensiver sowie ertragsärmer ist, können sich viele Betriebe den Umstieg auf Bio nicht leisten. Deshalb werden viele Produkte mit der Aufschrift „naturnah“, „aus der Natur“ oder „aus kontrolliertem Anbau“ versehen. Diese ungeschütztenn Begriffe vesichern dem Kunden jedoch keine Sicherheit im Hinblick auf die genannten Kriterien.

      Zu beachten ist auch, dass „Bio“ nicht „regional“ heißt. Auf der einen Seite soll beim ökologischen Anbau von Produkten die Schadstoffbilanz vermindert werden, weshalb unter anderem auf chemische Dünger verzichtet wird. Auf der anderen Seite kommt aber vor allem viel Bio-Gemüse und Früchte aus Süddeutschland wie Spanien oder Griechenland. Die langen Transportwege sind dabei alles andere als umweltfreundlich und das Gemüse wird zusätzlich oft in Plastik eingepackt. Wer sicher gehen möchte, dass die Umweltbelastung des jeweiligen Produktes möglichst gering ausgefallen ist, sollte auf dessen Herkunft achten.

      Übrigens gibt es viele kleine Händler, deren Produkte zwar nicht mit dem Bio-Logo ausgezeichnet sind, die aber trotzdem nach ökologischen Standarts wirtschaften. Dies liegt daran, dass es sich vor allem für kleinere Betriebe oft nicht lohnt, die teure Bio-Zertifizierung zu erlangen. Gerade bei kleinen Händlern oder Läden kann sich deshalb das Nachfragen auszahlen. So können Sie eventuell ein Produkt erhalten, welches die Richtlinien biologischen Anbaus erfüllt, ohne jedoch den Mehrpreis für ein gekennezeichnetes Bio-Produkt zu zahlen.

      Sind Sie in den Genuss von Bio-Lebensmitteln oder Bio-Produkten gekommen und möchten wissen, wo sich ein Bio-Markt in Ihrer Nähe befindet? Ganz egal, ob Sie auf der Suche nach einem lokalen Naturkostladen oder einem vollausgestatteten Supermarkt sind: Wählen Sie Ihren Standort auf unseren Unterseiten aus und werfen einen Blick auf die Liste mit Bio-Läden in Ihrem Umkreis.

      Warum ist Bio so beliebt?

      Bio-Produkte erfüllen die EU-Mindeststandarts des ökologischen Anbaus. Bei Ihrem Anbau oder Herstellung wurde auf Gentechnik sowie chemische Pestizide und Düngemittel verzichtet. Ebenso sind für Bio-Lebensmittel nur etwa 50 Zusatzstoffe erlaubt, wohingegen es bei herkömmlichen Produkten etwa 300 sind. Im Hinblick auf artgerechte Tierhaltung werden Tiere bei biologischer Landwirtschaft mit weitaus mehr Platz und weitestgehend ohne Antibiotika aufgezogen. Zudem erwarten Konsumenten, dass sich diese Eigenschaften auch auf den Geschmack und die Konsistenz der Lebensmittel auswirken. Bio-Produkte sind genau deshalb so beliebt, weil Käufer sie mit besserem Gewissen im Hinblick auf Tierhaltung und Schadstoffbilanz konsumieren können und zudem ein aromatischer Geschmack erhofft wird.

      Wie erkennt man Bio-Lebensmittel?

      Bio-Lebensmittel dürfen erst dann so genannt werden, wenn sie die EU-einheitlichen Mindest-Richtlinien für Produkte aus organischer Landwirtschaft einhalten. Die Richtlinien besagen unter anderem, dass 95 % der Inhaltsstoffe des jeweiligen Produktes aus ökologischer Landwirtschaft kommen müssen. Dies heißt umgekehrt, dass 5 % der Bestandteile eines Produkts aus herkömmlichem Anbau stammen kann. Seit 2012 werden diese Lebensmittel mit dem in der ganzen EU geltenden hellgrünen Logo mit 12 Sternen in Blattform markiert. So kann der Verbraucher auf den ersten Blick sehen, dass es sich um ein offiziell kontrolliertes Produkt in bestätigter Bio-Qualität handelt.

      Bereits neun Jahre bevor EU-weit das grüne Logo eingeführt wurde, galt in Deutschland das deutsche Bio-Siegel. Heutzutage ist dies jedoch nicht mehr verpflichtend und kann lediglich zusätzlich zum EU-Biologo auf der Verpackung angebracht werden.

      Deutlich strenger hingegen kontrollieren Verbände wie Demeter, Biokreis, Naturland und weitere. Produkte, welche die restriktiven Richtlinien in Bezug auf Tierhaltung, Pflanzenschutzmittel und weitere Kriterien einhalten, werden von den Verbänden mit einem zusätzlichen Qualitätssiegel versehen. Mehr Information über die einzelnen Qualitätssiegel bekommen Sie auf unserer Unterseite.